Azimuth Messgerät PDM-1 von Sperling Audio: höchste Präzision bei der Einstellung des Tonabnehmers

Azimuth Präzisionsmessgerät PDM-1 von Sperling bei Bohne Audio im Angebot

1.790 € – als Service-Messgerät bei Bohne Audio im Einsatz

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Mit dem PDM-1 Pegeldifferenz-Messgerät hebt Sperling Audio die Azimuth-Messung auf ein neues Qualitätsniveau.

Warum der Azimuth ein entscheidender Parameter bei der Tonabnehmer Justage ist

In unserem umfassenden Beitrag zum perfekten Zusammenspiel von Tonabnehmer und Tonarm sind wir bereits auf das Thema Azimuth eingegangen: also die Neigung, die der Tonabnehmer horizontal besitzen muss, um auf Basis der Montage von Nadelträger und Diamant das Beste aus der Rille zu holen. Sprich: die optimale Kanaltrennung zu erreichen. Warum das mit den klassischen optischen Methoden wie Geodreieck, Spiegel & Co. oft nicht ausreichend ist, steht auch dort. In Kürze: nicht alle Nadeln sitzen exakt rechtwinklig im Träger, nicht alle Träger sind exakt montiert und sogar manche System-Gehäuse sind nicht 100 % genau gearbeitet.

Azimuth Justage: Software-Lösungen und ihre Grenzen

Wir haben bereits viele Tonabnehmer mit der Software-Lösung Adjust+ von Dr. Feickert vermessen, zusammen mit der zugehörigen Messplatte. Auch die relativ neu am Markt befindliche Software Analogmagik haben wir probiert, zusammen mit den zugehörigen Messplatten in 33 1/3 und 45 RPM. Die Ergebnisse sind meist zufriedenstellend, aber nicht perfekt, v. a. da sie häufig nicht exakt reproduzierbar sind.

Zudem hat man mit der notwendigen Soundkarte, deren Konfiguration/Kalibrierung sowie dem Phonovorverstärker zwei weitere Faktoren an Bord, die die Ergebnisse beeinflussen können. Bei Analogmagik fallen die Ergebnisse zum optimalen VTA oder zur besten Auflagekraft teils fragwürdig aus, denn die Änderung der Parameter führt zum Teil zu keiner Änderung der Messwerte.

Wie auch immer: eine Software-Lösung wie Adjust+ ist vom Preis-/Leistungs-Verhältnis top und liefert schon sehr gute Ergebnisse. Für die Perfektionisten unter den High End Analogis gibt es aber nun die Nonplusultra-Lösung aus dem Hause Sperling Audio. Auch sie hat leider nicht nur Vorteile: der Preis ist eine Ansage, allerdings ist er aufgrund der kompromisslosen Fertigungsqualität und der verwendeten Bauteile gerechtfertigt. Dazu konzentriert sich das Gerät auf die reine relative Azimuth-Messung. D. h., dass Paramter wie Laufwerksgeschwindigkeit oder Resonanzfrequenz nicht ermittelt werden können. Von daher wandert unsere Software nicht auf den Gebrauchtmarkt, sondern wird sehr wohl weiter eingesetzt :-).

Die “perfekte” Azimuth Messung: was macht das Pegel-Differenz-_Messgerät PDM-1 so einzigartig?

Sperling Audio hat sich schon bei der Haptik und beim Erscheinungsbild des PDF-1 richtig Mühe gegeben und keine Kosten gescheut. Das Messgerät mit seinem riesigen Zeiger-Instrument (Skalenbreite satte 17,5 cm!) befindet sich in einer hochwertigen Zebrano Holzkiste. Dort würde man normalerweise eher seine Tonabnehmer-Preziosen oder wertvollen Schmuck deponieren …

Der zweite entscheidende Faktor ist das Messgerät an sich, dass aus den besten Bauteilen besteht, die man sich vorstellen kann. Und damit die einzigartige Präzision ermöglicht, die das PDM-1 liefert. Dazu gehört, dass Sperling sogar Einflüsse von Netzstrom ausschaltet und dem PDM-1 einen potenten Akku und ein Ladegerät spendiert hat.

Schließlich ist bei einer Messung von Tonabnehmern die Messplatte entscheidend. Deshalb liegt dem PDM-1 auch eine perfekt produzierte, im DMM-Verfahren geschnittene Schallplatte bei, die den Namen TPL-1 trägt. Und tatsächlich: so eine exakt produzierte Scheibe haben wir selten in den Händen gehalten, besser geht es nicht. Das meint auch die Vereinszeitschrift der Analogue Audio Association, die die Qualität der Messplatte akribisch getestet hat. So wurden die Rillen unter dem Elektronenmikroskop untersucht, und  der Artikel zeigt “die Makellosigkeit der Rillen in Großaufnahme”.

Sperling Audio Testplatte TLP-1 für Azimuth Messing bei Bohne Audio im Angebot

Technische Daten zur Azimuth Messplatte TPL-1 von Sperling Audio

Signalart Sinuston Stereo
Frequenz Test-Ton  1 kHz (1.000 Hz)
Pegel Test-Ton -10 dBu
Innenrillenradius 59 mm
Außenrillenradius 146 mm
Seite A Laufzeit (33 rpm) 22 min 17 sec
Seite B Laufzeit (45 rpm) 16 min 05 sec
Verfahren DMM = Direct Metal Mastering
Produziert bei PAULER ACOUSTICS aus Northeim
Pressung INTAKT aus Berlin

So misst das Azimuth Messgerät PDM-1

Wie funktioniert das Ganze nun: zunächst hat man die Möglichkeit, das System perfekt zu kalibrieren: indem der Nullstand der Nadel via zweier Justage-Schrauben vor der ersten Inbetriebnahme exakt eingestellt wird. (Das Gerät kommt aber perfekt kalibriert vom Hersteller bei Ihnen an, die Einstellung dient als mehr der Kontrolle.)

Sodann stellt man die Rahmenparameter ein, sprich ob es sich um ein MM oder MC System handelt. Je nach Ausgangsspannung des Tonabnehmers kann die Lautstärke angepasst werden. Damit ist auch klar: das Sperling PDM-1 nimmt die Kabel des Tonarms sowie die Erdung direkt auf, ohne Phono-Pre dazwischen, und bewertet das “reinste, direkteste” Signal.

Nun setzt man mit der Ausgangsposition Azimuth = 90 Grad die Nadel in die Rillen (am besten ca. 1 bis 2 cm vom äußeren Rand der Platte entfernt) und stellt durch langsames Hochdrehen des Pegelstellers die Lautstärke des linken Kanals auf 100 Prozent ein. Dann switcht man zum rechten Kanal, der im Idealfall auch um die 100 % anzeigt. Weicht das Ergebnis deutlich ab (sagen wir über über 6 %), ist der Tonabnehmer in der Regel zur Reklamation freigegeben.

In unserem Beispiel gehen wir davon nicht aus (und unsere einschlägigen Kandidaten von Audio Technica, My Sonic Lab, Goldring, Acoustical Systems oder Dynavector verhalten sich hier tatsächlich vorbildlich). Und schalten nun das Mikroskop hinzu.

Die Feinjustage des Azimuth erfolgt nun in der Differenz-Messung, unter der “Extrem-Lupe”. Wir drehen den Pegel-Regler voll auf und justieren den Tonabnehmer so, dass der Zeiger auf der Skala auf der Null bleibt bzw. nur einen Strich nach links und rechts (gleichmäßig) ausschlägt. Ist dies der Fall, ist der Tonabnehmer in Sachen Azimuth perfekt justiert.

Galerie zum Pegel-Differenz-Messgerät PDM-1 von Sperling Audio

Das PDM-1 als Service-Werkzeug für Bohne Audio zur perfekten Tonabnehmer-Justage

Wir sagen’s wie es ist: Wer sein System so genau wie möglich justieren möchte, kommt an diesem Werkzeug nicht vorbei. Aber wer nicht Hardcore-Analogi ist und jeden Monat Tonabnehmer wechselt, ist wahrscheinlich nicht bereit, die 1.790 Euro auf den Tisch zu legen.

Deshalb die gute Nachricht von Bohne Audio: wir haben das Gerät für unsere Serviceleistungen rund um Tonabnehmer und Tonarm gekauft und bieten Ihnen an, jeden Tonabnehmer, den Sie bei uns kaufen, exakt zu vermessen. So haben Sie zum einen die beste Qualitätskontrolle; zum anderen lassen sich die Ergebnisse via Skalen-Wasserwaage, deren Neigung wir fotografisch festhalten, von Ihnen zu Hause reproduzieren: sprich Sie neigen Ihr Headshell im gleichen Winkel wie wir – und fertig.

Das Resultat einer perfekten Azimuth Justage

Freuen Sie sich auf eine perfekte Stereo-Ortung, eine neue Räumlichkeit, eine verzerrungsfreie Abtastung und einen schonenden Umgang mit Ihren Schallplatten. Und über die Gewissheit, dass ein so sauber montierter Tonabnehmer deutlich besser spielen kann als ein viermal so teurer, der ohne die nötige Akribie eingebaut worden ist.

“Für Händler, Vertriebe und Hersteller sollte dieses Referenzgerät für die Justierung bzw. für das Überprüfen von Tonabnehmern ein ständiger Begleiter sein. Der PDM-1 ist auch für den Privatanwender gedacht, der z. B. mehrere Abtaster besitzt und öfter einmal hin und her schraubt.”

Claus Müller, ANALOG 2/2018, Zum Bericht von Claus Müller

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PDM-1 Pegel-Differenz-Messgerät AzimuthStroboskop Paket: Lampe STL-1 + Scheibe STR-1